August

 

Puhhh der August hatte es in sich. Dabei liebe ich den Spätsommer so. Aber das Zurückrudern aus den Ferien in den gewohnten Alltag, verlief mühsam bis schleppend. Dazu Geburtstage, große FamilienFeste, am Wochenende immer Baustelle, Puppen und schon wieder kranke Kinder. Dann, als nichts mehr lief, einfach ein paar Tage anhalten. Mit meiner Schwester Tee trinken, mir selbst Hirsebrei kochen – mit Zimtbirnen, schlafen legen, Filme schauen und merken was sich tut, wenn man nichts tut außer loslassen. Wie leicht es dann plötzlich geht, wo man eben noch mit angezogener Handbremse gelaufen ist. Verrückt – wie schwer ich mir das schenke, gibt es doch immer und immer tausendfach Dinge, die zu tun wären. Elementarteilchen ohne die das Leben nicht möglich scheint, oder doch? Dieses warum so und nicht so? Ging mir diesen Monat oft nicht aus dem Kopf. Der September wird leichter.

Die guten Sachen, die ich vom August aufgehoben habe.

Das Rausfahren am Wochenende tat so gut. Wie leicht ich mich am und im See fühle. Umgeben nur von Blau und den Blick weit nach oben in den endlosen Himmel. (z. Bsp. Sabinensee, Bötzsee oder aus dem schönen Buch „Take me to the lakes“ mit Augen zu eine Seite aufschlagen und Sonntags in der Frühe losfahren.)

Goldruten vom Spaziergang mitbringen.

Picknicken.

Der erste Pflaumenkuchen. Immer der beste.

Eimerweise Schutt aus dem Haus tragen. Und hoffen und beten, das es noch zum Jahresende passt mit dem Umzug.

Die Luft morgens kalt und frisch.

Endlich wieder regelmäßig zum Yoga gehen.

Wenn ich mit meiner Tochter zum Tanzen fahre, irgendwie doch immer in Eile. Kaum habe ich sie abgegeben, hole ich mir ein Rieseneis mit Blick auf die Spree. „Zweimal Stracciatella bitte“. Und wie mir sie mir immer extragroße Kugeln formt und mir zuzwinkert, als ahne sie genau was diese Kugeln für mich bedeuten. Sekundenglück.

Dieses Buch hat mir Maria für den Sommer mitgegeben. Und ich mochte es sehr. Wie gerne würde ich bei Liss mal vorbeischauen auf einen Tee in ihrer Küche. Einfach dasein, die Stille einpacken und ein paar von ihren Lieblingsbirnen naschen.

Der Tag als Birke mich im Atelier besucht hat. Einen Vormittag  lang – erst zu zweit Tee getrunken und dann zusammen gearbeitet. Es fühlte sich so leicht an, wie ein blauer Sommertag. Birke kommt nun öfter. Große Freude.

 

Ich wünsche Euch einen goldenen September!