Dezembertage

 

Nur noch 5 Tage bis Weihnachten. Würden meine Kinder mich nicht jeden morgen daran erinnern und sehnsüchtig die Tage runterzählen, ich würde es nicht glauben. Hunderttausend Sachen, die genau jetzt noch erledigt werden müssen. Viel Müssen aber auch ganz viel Wollen. Leider nur zu viel für soviel Dunkelheit. Vielleicht sind diese kurzen Tage auch nicht gemacht für so einen wilden Endspurt am Ende des Jahres. Eine ungeahnte Müdigkeit drängt sich in diese letzten Dezembertage und ich wünsche mich in eine ferne Berghütte, weit weg von Berlin – ein Stapel Bücher, eine gute Tasse Tee und ein Licht im Fenster.

Zwischendrin gibt es dennoch zarte Funken Liebe, die ganz leise und unverhofft vom Himmel fallen. Dann spüre ich Dankbarkeit für alles was da ist. Ich glaube es sind immer diese kleinen Momente des Lichts in denen Weihnachten beginnt.

Das Winterlicht am Morgen.

Ich sitze in der Holzwerkstatt der Schule meiner Kinder, der Adventsbasar läuft vergnügt und weihnachtsfroh, nur hier wird in aller Ruhe gearbeitet. Ich bleibe und schaue einfach nur zu. Meinen Kindern, wie sie mit unglaublicher Geduld und Sorgfalt kleine Tannenbäume drechseln. Holzstaub fliegt durch die Luft und in diesem Moment habe ich alle Zeit der Welt.

Die dunklen Printen von Butter Linder.

Die erste Tanzvorführung meiner Tochter. Das Glück, das in diesem Moment von ihrem Herzen zu meinem fließt. Unfassbar schön!

Ein Bad voll Tannenduft, abends einfach abtauchen und Stille tanken.

Der Luciatag als mein Sohn krank war. Mit unverhofft guten Safranschnecken.

Mein Großer schreibt mir Weihnachtsgrüße ans Fenster, das freut mich jeden Morgen, wenn ich fast noch im Dunkeln das Atelier aufschliesse.

Danach zünde ich diese Kerze an. Ich liebe diesen Duft und das die Kerzen in Berlin hergestellt werden.

Ich freue mich immer wenn ich Leute mit Weihnachtsbäumen sehe, am Liebsten zu zweit tragend oder aufs Fahrrad gebettet. Jedesmal habe ich dann Vorfreude und auch ein wenig Frieden.

Ein paar Puppen bleiben in Karlshorst, das freut mich sehr – eigentlich so nah und doch schicke ich ja die meisten Puppen in die Ferne.

Und dann noch Eure herzensguten Worte, wenn die Puppen endlich ankommen. Und ihr ebenso aufgeregt die Tage zählt, bis ihr die Puppen unter den Baum legen könnt oder überlegt, ob ihr sie heimlich behaltet. Ich freue mich so oder so unendlich doll zurück!

Ich bin jeden Nachmittag zu müde zum Backen, aber mit ihr Geschenkpapier anmalen, das ist wie Meditation.

Aber dieses Wochenende. Ganz bestimmt! Pfefferkuchen und Schokoladenmakronen.

Dann gehe ich mit ihr in diesen Film. Und diesen möchte ich unbedingt noch sehen. Hoffentlich in den Ferien?

Diese Dokumentation über Astrid Lindgren mochte ich sehr.

Wir lesen gerade „Lotta kann fast alles“ und „Charlie und die Schokoladenfabrik“. Wenn ich zu müde bin, lesen meine Kinder mir vor – wie schön das ist.

Ich freue mich so über mein neues Auftragsbuch. Wenn ihr wüsstet, das ich seit Jahren nur wilde Zettel habe. Es kam mit der GeburtstagsPost aus Frankfurt. Und im Januar und Februar stehen schon Wünsche drin. Ich freue mich auf das neue Jahr mit vielen Puppen für Euch.

Und zwischendrin auch mal durchatmen, singen und tanzen!

Goldene Grüße zu Euch!